kyssandrevanzyra

 

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Hakkars Sturz

Stille herrschte in dem großen Besprechungsraum.
Viele Anwesenden gab es nicht, nur Nankos und Cide.
Vor ihnen lag ausgebreitet auf dem langen runden Tisch eine alte Karte auf der eine Tempelruine zu sehen gewesen ist.
"Er wird von seinen Hohepriestern beschützt, sie stärken ihn." wandt Nankos sich an Cide.
"Wir sollten sie ausschalten, einen nach dem Anderen!"
Cide nickte, dieser Avatar des Blutgottes war zu stark so lange die Hohepriester ihm Macht zur Verfügung stellen würden, daher war Nankos Vorschlag der Beste den es geben konnte.
"Was denkt Ihr brauchen wir an Truppen?" fragte er Nankos
"Etwa fünfzehn bis zwanzig Männer und Frauen sollten reichen"
Cide strich die Karte noch einmal glatt, es war eine Probe des Könnens auch die seiner Führungsqualitäten, die seit seiner Legionszeit wohl sicher etwas eingerostet waren, doch dieser Ansturm würde es zeigen.
Fünf Hohepriester, der Blutlord und schließlich Hakkars Avatar waren also seine Ziel..
"Nächsten Mittwoch brechen wir auf, ich werde einen Aushang vorbereiten. Dennoch werde ich diejenigen ,die sich dem stellen wollen, vorher noch gesondert betrachten.
Inkompetenz kann ich bei diesem Vorhaben nicht brauchen."
Nankos nickte.
"So sei es, Hakkar wird sterben ob nächste Woche oder übernächste Woche sein Avatar wird im Staub liegen"


Es waren Wochen, wenn nicht Monate vergangen seit dieser Besprechung und sogar der Feldzug vergangen waren.
Sie waren erfolgreich gewesen, wenn sie auch nur kleine Erfolge erzielt hatten, sie hatten gewonnen. Der Blutgott, Hakkar, wurde geschwächt.

Nachdenklich blätterte Kyssandre nun nach dieser langen Zeit durch die Berichte die ihr der junge Troll gegeben hatte.
"Ich hatte Recht! Die Trolle beschwören erneut den Avatar von Hakkar in ihren Ruinen Zul`Gurub!"
Ein leises Seufzen entfuhr ihr. "Wir sollten ihn zerstören, um so länger er existiert, um so mächtiger wird er. Zu viele Trolle geraten in seinen Bann.. " Entschlossen griff sie zu Feder und Pergament und begann zu schreiben.
Kaum hatte die Feder ihre Hand verlassen, drücke sie dem Troll ein versiegelten Brief in die Hand. "Rasch! Bring dieses Pergament zu Cide Hel`Nurath!"
Die Schritte des Mannes entfernten sich hastig, doch ihr Blick war erneut auf die Karten gerichtet und in Gedanken versunken wartete sie auf Nachricht ihres Vaters.


Des Hexers Augen waren geschlossen als eine penetrante atemlos keuchende Stimme seinen Namen rief. Zunächst ignorierte er die Stimme bis die Quelle scheinbar vor ihm stand.

Verzweifelt versuchte der Bote die Aufmerksamkeit des Hexers zu erregen, doch dieser hielt seine Augenlieder standhaft geschlossen.
Er hob seine Stimme an und sein Blut gefror in seinen Adern als Hel’Nurath schliesslich augenblicklich seine Augen öffnete.
Mehr verteidigend als anbieten hielt er dem Hexer den Brief hin.

Cide Hel`Nurath hob seine linke Augenbraue und nahm den Brief entgegen.
Der Brief war versiegelt. Er kannte das Siegel, es war das seiner Tochter.
Sorgfältig löste er das Siegel und holte das Pergament heraus.
Als er den Brief gelesen hatte blickte er nachdenklich gen Norden zu den alten Ruinen.

Der Teufelsjäger neben ihm begann vor sich hin zu brummeln und der Hexer nickte ihm zu.
„Suchen wir sie auf!“
Langsam erhob er sich und schritt zum Windreiter um sich zur Ratchettaverne zu begeben.
In Ratchet angekommen wurde er schon von Kyssandre am Windreitermeister erwartet.
Sie umarmten sich.
„Guten Abend mein Kleines, ich habe deinen Brief erhalten.
Die Informationen sind bedenklich und bedürfen des Handelns.
Das Beste wäre es eine Schlachtgruppe aufzustellen um sich dem Blutgott entgegenzutreten.“
Sie lächelte. "Gut, dann sind wir uns einig. Hast du einen Vorschlag wie wir genug Mitstreiter zusammenbekommen?"
"Wir wenden uns an unsere neuen Verbündeten die Lich, wir legen ihnen einen Ansatz der Informationen vor und sehen dann weiter."
Kyssandre nickte zustimmend.
„Deine Beziehung zu den Lich sind etwas besser und ich habe von deiner Rede gehört. Ich schlage daher vor, dass du es ihnen vorträgst.„ Ein verstohlenes Grinsen machte sich auf dem Gesicht des Hexers breit.
2.4.07 20:08


Man nehme:
12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz und Angst und zerlege sie jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für ein Jahr reicht.

Es wird jeden Tag einzelnd angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge 3 Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.
Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen.

Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Ausmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und mit einem guten, erquickenden Tee.
2.4.07 20:06


Ich bin ein Irrlicht.
Ich wohne im Moor,
brauche weder Schuhe,
noch Strümpfe,
lauf barfuß über die Sümpfe.

Komm, folge mir Freund!
Ich kenne den Weg.
Komm, folge mir,
über den schwankenden Steg.

Sieh her,
ich reiche dir meine Hand.
Hier ist der Ort,
wo schon mancher verschwand.

Hier wirst auch du
Bald verschwinden.
Man wird dich
Nimmer nehr finden.

(Ingrid Uebe)
2.4.07 20:04


Zhyro

Zhyro betrachtete lächelnd die Frau die ruhig neben ihr im Bett lag und schlief. Zärtlich strich sie Flora über die Wange und beugte sich zu ihr herunter um sie sanft auf die vollen Lippen zu küssen. Nicht um sie zu wecken, das lag ihr fern, sie befriedigte nur ein dringendes Bedürfnis. Solche Bedürfnisse verspührte sie oft ihn der Gegenwart dieser bezaubernden Frau. Vorsichtig strich Zhyro ihr eine wirre Haarsträhne ihrer kurzen schwarzen Haare aus dem Gesicht und erhob sich lächelnd. Ihr Blick glitt noch einmal über den Körper der jungen Frau, mit geweiteten Augen nahm sie jedes kleine Detail wahr und ihr wurde klar, sie würde sie nie vergessen können, egal was geschen würde. Nie könnte sie etwas die vollen, sanften Lippen, die feingliedrigen Hände die fast der einer Elfe glichen, den wohlgeformten Körper mit der seidigen Haut und die zerzausten Locken vergessen lassen. Zhyros Lächeln wurde liebevoll. Schwungvoll drehte sie sich um und verliess mit federnden Schritten leise den Raum.
Viel später, gegen Mittag, als Zhyro längst durch die Stadt schlenderte, um Besorgungen zu erledigen, kreisten ihre Gedanken noch immer um die letzte Nacht. Sie errötete leicht und verdrängte die Gedanken rasch wieder. Zhyro erinnerte sich an Floras Worte. Sie hatten gemeinsam über ihre Zukunft nachgedacht, versucht eine Lösung zu finden, da sie wussten, die anderen Elfen und Menschen würde diese Liebe nie akzeptieren. Gedankenverloren striff sie ruhelos durch Darnassus. Ihre Ohren, die spitzer und länger als die der Menschen waren, fielen Fremden meist als erstes auf. Der schlanke, fast drahtige Körper und die langen schwarzblauen Haare harmonierten mit ihren großen silbergrauen Augen hervorragend. Manchmal war es ihr fast unangenehm so sehr aufzufallen, wenn sie die bewundernde Blicke auch genoss.
Zhyros Blick ging gen Himmel, um die Zeit abschätzen zu können, denn sie wollte Flora später im Wald auf ihrer kleinen Lichtung treffen. Dort verbrachten sie viel Zeit miteinander, denn dort schien es ihnen noch friedlich und fast ein wenig unbeschwert zu sein. Fröhlich summend steuerte sie auf den Markt zu. Dort wollte sie noch einige Lebensmittel erstehen und sie musste sich beeilen. Es wurde spät.



Einzelnde Sterne zierten den sich langsam dunkelblau färbenden Himmel. Langsam war die Sonne hinter den Bäumen verschwunden und mit ihr, Hand in Hand, war die Wärme gegangen dem Meer entgegen. Zhyro fröstelte es. Flora blickte augenblicklich auf, als hätte sie es gespührt. Den Beiden kam es wieder einmal vor als würden sie in den augen des jeweils andern versinken, wie in einem Strudel voll Liebe und Zuversicht.
Ohne ein Wort zu sprechen erhoben sich beide und schlenderten Hand in Hand an den Klippen entlang, den Blick auf die sich am Fels brechenden Wellen gerichtet.
Zhyro vernahm plötzlich ein leises Rascheln hinter sich im Wald. Ruckartig fuhr sie herum um angestrengt den Wald zu beobachten. Unbewusst war sie dabei schützend vor Flora getreten, um sie vor dem Unbekannten abzuschirmen. Langsam teilten sich die Blätter eines Strauches und in Zhyros Körper spannten sich alle Muskeln an. Eine kleine Maus huschte aus dem Strauch heraus, um rasch in einem Loch in der Erde zu verschwinden. Erleichtert atmeten die beiden Frauen auf. Flora konnte sich ein freches Grinsen nicht verkneifen als Zhyro sich langsam zu ihr umdrehte und sie liebevoll musterte. Anmutig schlang sie die Arme um Zhyros Nacken und zog sie an sich. Lange verschloss der zärtliche Kuss ihrer beiden Lippen. Nur zögerlich lösten sie sich schliesslich von einander und setzten ihren Weg fort.



Die Schatten der Nacht verschluckten ihre Umgebung nach und nach und liessen sie schaurig wirken. Zhyro beugte sich herunter, um einen kleinen Gegenstand aufzusammeln in dem sich das kalte Mondlich spiegelte. Sie war neugierig. Zischend flog etwas nur knapp an ihr vorbei. Erschrocken zuckte sie zusammen und sah sich hektisch um, bis etwas sie am Arm packte. Halb gelähmt vor Panik drehte sie sich langsam zu Flora um. In Floras sonst so hübschen, hellblauen Augen spiegelte sich die selbe Panik wieder die auch Zhyro verspührte. Ganz langsam und schmerzlich wurde ihr das Geschoss wieder bewusst und als sie an Flora hinunter sah, schluckte sie schwer. Nur mühsam schaffte sie es die Tränen die ihr in den Augen brannten zurückzuhalten. Auch ohne ihr elfisches Wissen hätte sie die Art des Pfeils sofort erkannt. Falls sie es schaffen könnte Flora sofort zu einem Heiler zu bringen, würde die junge Frau es ohne größere Schäden überleben. Ein rascher Blick hinter sich liess sie erstarren. Sie bemerkte nicht wie unter ihren Füßen der Boden zu bröckeln begann, ihr wurde nicht bewusst wie nahe sie am Abgrund gestanden hatten. Sie spührte nicht wie sie die Klippen hinab stürzten. Sie spührte nur Flora eng an sich, vernahm nur die Angst um die Frau in ihrem Arm. In diesem Moment wurde ihr etwas klar. Flora würde sterben und es war die Art der Elfen zu zeigen wie wenig sie ihre Beziehung duldeten. Nur war der Pfeil eigentlich für sie bestimmt...Ein bittes Gefühl vermischte sich mit Verzweiflung, Wut und Hass.
So lang ihr der Fall erschien so schnell kam das Wasser näher. Ein Stein traf Zhyros Kopf seitlich an der Schläfe und raubte ihr das Bewusstsein.

Rasch versanken die beiden Körper eng aneinander geschlungen in den dunklen Tiefen des aufgewühlten Meeres.
7.11.06 19:22


Verwundert blinzelte sie und fixierte den Menschen vor sich. Sein hämisches Lächeln verwirrte sie, dann folgte ihr Blick dem seinen hinunter zu ihrem Bauch und erst jetzt nahm sie fast schlagartig den Schmerz wahr. Ein Dolchheft schaute aus ihrem Bauch hinaus während die Klinge selbst in ihrem Körper verschwand. Mir metallischem Klirren fielen ihr die Schwerter aus der Hand. Dann, wie in Zeitlupe, kippte die Welt plötzlich um. Dumpf schlug ihr Körper auf dem Boden auf und ihr Blick starr nach vorn gerichtet betrachtete nichtssehend die Stiefel des Menschen. Der Lärm der Schlacht klang ferner, doch die Geräusche der sich entfernenden Schritte nahm sie nur zu deutlich wahr. Als sie den Kopf etwas senkte konnte sie dem Blut zusehen wie es rasch eine große Lache um sie bildete. Plötzlich wurde ihr angenehm warm und sie fühlte sich schläfrig.

Caim sah sie fallen. Furch lähmte seine Bewgungen. Zwischen ihm und ihr standen viele Feinde - zu viele Feinde! Wie ein rotes Tuch senkte sich die Wut über seine Augen und brachte sein Blut zum kochen. Nur wenige Augenblicke später lagen die Körper seiner Feinde ohne Leben da, er sank neben ihr auf den Boden, zog sie in seine Arme und schrie ihren Namen.

Jemand schrie nach ihr. Die Stimme kam ihr bekannt vor, doch sie wusste nicht woher. Es klag so fern.. Da veränderte sich die Stimme, wurde zu der einer Frau die sie ebenfalls kannte. Vor ihren Augen verschwomm die Wirklichkeit einen Moment und sie blinzelte mühsam.
Ainee! Ainee rief nach ihr! Kyssandre wollte antworten doch kein Laut wollte ihr über die Lippen kommen. Sie sah ihren Vater wie er Ainee festhielt, behutsam auf sie einsprach und sie fortführen wollte. Fortführen wohin? Sie war doch hier..Dann erinnerte sie sich. Ein Schritt zu viel dann brach der Stein unter ihren Füssen weg und sie fiel. Der Aufprall hatte ihr den Atem genommen. Stumm schrie Kyssandre auf. Der Vater hielt einen Moment inne, fast als hätte er ihren Schrei vernommen und flink huschte Ainee an ihm vorbei. Sie fiel neben ihrer Schwester auf die Knie, breitete die Arme über dem Körper ihrer Schwester aus und sprach ein heilliges Gebet welches ihre Hände zum leuchten brachte. Ängstlich und erführchtig beobachtete der Vater seine älteste Tocher.

Ainee mochte nicht an einen Fehlschlag denken. Ihre Wangen liefen Tränen hinab während sie unermüdlich ihr Gebet sprach. Wärme durchfloss ihre Hände und übertrug sich auf Kyssandre. Langsam kehrte eine gesundere Hautfarbe in ihr Gesicht zurück. Als ihre kleine Schwester nach Luft schnappte umklammerte Ainee sie erleichtert weinend.
22.7.06 11:44


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